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| hier möchte ich euch den täglichen Wahnsinn aus einer Medikamentenherstellung vorführen... |
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... und täglich grüßt der Wahnsinn...
Schicht: Spätschicht Maschine: F3 & F4 Vorhandenes Personal: 1 Linienführerin, 3 Personal Stimmung: Gleichgültig
Soweit so gut, die Hoffnung das das unbeliebte Produkt Bronchokod endlich fertig verpackt wurde tatsächlich erfüllt. Bei Schichtbeginn sieht man sofort: neues Material, neues Produkt! Juhu, der Stress hat vorerst ein Ende. Dumm nur, das die Maschine in der Frühschicht den Geist aufgegeben hat und wohl erst gegen Abend wieder anfahren wird. Also heißt es wieder einmal : Aufteilen Mein Weg führt mich - unbeliebter Weise - an die F4, wo gerade der letzte Rest von 10ml Novalgin gefahren wird.
Der erste Dämpfer. Die kleinen Flaschen sind sowieso schon die Hölle, da sie die unangenehme Angewohnheit haben, ständig umzukippen. Wer Novalgin kennt, weiß das dieses Produkt, sofern es erst mal ausgeschüttet ist, hart und weiß wird. Aber das nur nebenbei. Also gut, Personalwechsel, eine schon in die Jahre gekommene Türkin, die gebrochen Deutsch spricht und eine Frau ... mmh sagen wir mal böse ausgedrückt: Berndine das Brot. Naja, bis auf das ein oder andere übliche Geplänkel, konnte ich mich nicht beschweren.
Gegen 17:30 kam dann die Rettung: Die F3 kann wieder anfahren - also sauber machen und ab dafür. Auf wiedersehen F4.
Zurück an der Front dann der erste Dämpfer: Sauber machen ok, aber das es SO dreckig ist, war nicht erwartet. Egal, erst mal Mundschutz und Handschuhe überziehen und Desinfektion ins Wasser mischen (man weiß ja nie). Von unserer Linienführerin (sowieso im Moment mit allem und jedem überfordert) war nichts zu sehen - aber wir sind ja flexibel... Als dann alles sauber und desinfiziert war, ging es daran, die Dichte zu bestimmten (Anmerk. um die Konzentration des Wirkstoffes zu bestimmen). Der vorgegebene Wert wurde unterschritten, was bedeutet, das so nicht gefahren werden kann. Linienführerin immer noch "verschollen". Eigenverantwortung übernommen und noch ca 20 Flaschen weggeschüttet. Dann nochmal Dichte bestimmen. Der Wert kommt nahe an den vorgegebenen heran... aber das OK muß gegeben werden. Also auf die Suche machen! Und wo findet man die werte Person? Eventuell im Büro? Nein! An einem Schreibtisch bei der Areit? Auch falsch! Sie sitzt in aller Seelenruhe mit einer Kollegin an einem Tisch und lässt sich die Karten legen! (Während der Arbeit) Hoffnungsvoll wie man ja ist, fragt man sie... Doch die einzige Antwort die kommt ist, das man jemand anderen fragen soll..... Das dann auch getan und tatsächlich brauchbare Antworten bekommen...
Die Produktion konnte weitergehen...
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... und täglich grüßt der Wahnsinn...
Erst mal möchte ich grob beschreiben, worum es bei meiner Arbeit überhaupt geht, damit man sich ein Bild davon machen kann, wovon ich eigentlich rede.
Also... wie schon erwähnt, arbeite ich bei einem Pharma Konzern, dessen Name ich nicht weiter benennen möchte (*smile*nein, nicht Bayer) Hergestellt werden dort recht bekannte Medikamente wie Hustensaft, Schmerz- und Fiebermittel, sowie ein Drogenersatzstoff - was dem ein oder anderem ein Begriff sein könnte. Soweit so gut. Eingrenzen möchte ich das Ganze insofern, da ich nicht in der Herstellung an sich arbeite sondern in der "Verpackung". Ich sorge also dafür, das der Saft (oder die Tropfen) in die Flasche und in die korrekte Verpackung kommt. Weiterhin sei gesagt, das das Niveau der dort arbeitende Damen und Herren hin und wieder zu wünschen übrig lässt. Aber das ist meine subjektive Meinung *g*
Weiterhin sei erklärt, das dies ein 3 Schicht Betrieb ist. Sprich: Früh- , Spät- und Nachtschicht. An den jeweiligen Maschinen arbeiten (je nach Maschine) 2-8 Leute plus 1 Linienführerin die, ein wenig, die Zügel in der Hand hat und für den ganzen Papierkram zuständig ist. Meine Maschine ist die 3, worum es in meinem Blog wohl auch hauptsächlich gehen wird. Hier sei noch erwähnt das das eine recht unbeliebte Maschine ist und dort kaum jemand (mich ausgeschlossen) gerne arbeitet.
Weiter sei gesagt, das ich Namen hier verändern werde, da ich niemandem auf die Füße treten möchte und so manche Peinlichkeit eventuell doch lieber anonym bleiben sollte.
Soweit also zur Einführung.... | ||
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... und täglich grüßt der Wahnsinn...
So, da wären wir also. Ich habe mich heute dazu entschlossen, einmal den täglichen Wahnsinn meiner Arbeit schriftlich festzuhalten. Für die einen mag das ein alter Hut sein, aber ich kann euch versprechen: Es wird alles vorhanden sein: Kopf schütteln, Lachen, Verzweifeln bis zum WUnsch einfach nur DOOF zu sein ;-) Ich wünsche euch viel Spaß in meinem N....... Blog | ||